Arbeitsstättenverordnung und Höchsttemperaturen am Arbeitsplatz

Angesichts der aktuellen Hitzewelle geben wir folgende Hinweise:

Die technischen Regeln für Arbeitsstätten, die auf § 7 der Arbeitsstättenverordnung beruhen, konkretisieren die Anforderungen an einzuhaltende Temperaturen. Die Lufttemperatur in Arbeitsräumen soll grundsätzlich 26 Grad Celsius nicht überschreiten. Ist dies gleichwohl der Fall, muss eine individuelle Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden, wenn

              -      schwere körperliche Arbeit zu verrichten ist,

              -      besondere Arbeits- oder Schutzbekleidung getragen werden muss, die die Wärmeabgabe stark behindert, oder

 

              -      hinsichtlich erhöhter Lufttemperatur gesundheitlich vorbelastete und besonders schutzbedürftige Beschäftigte (z. B. Jugendliche, Ältere, Schwangere, stillende Mütter) im Raum tätig sind.

 

Überschreitet die Lufttemperatur im Raum 30 Grad Celsius, müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden, um die Beanspruchung der Beschäftigten zu reduzieren. Folgende Beispiele werden genannt:

              -      effektive Steuerung von Sonnenschutz / Lüftungseinrichtungen,

              -      Reduzierung der inneren thermischen Lasten,

              -      Lüftung in den frühen Morgenstunden,

              -      Nutzung von Gleitzeitregelungen zur Arbeitsverlagerung,

              -      Lockerung der Bekleidungsregelungen,

              -      Bereitstellung geeigneter Getränke.

 

Überschreitet die Lufttemperatur im Raum 35 Grad Celsiuis, gelten neben der Einleitung von technischen Maßnahmen pp. organisatorische Maßnahmen wie Entwärmungsphasen.

Stader Tageblatt vom 15. Februar 2019 - Mit Filmen das Image aufpolieren

https://www.tageblatt.de/lokales/stade_artikel,-Mit-Filmen-das-Image-aufpolieren-_arid,1422477.html

 

STADE. Firmen aus der Region gehen mit der Zeit. Sie setzen immer mehr auf Videobotschaften und Imagefilme, mit denen sie auf Fachkräfte-, Azubi- und Kundenfang gehen. Um dieses Thema drehte sich ein Info-Abend mit Impulsvortrag und anschaulichen Videobeiträgen.

Wenn es stimmt, dass ein Bild mehr sagt als 1000 Worte, dann ersetzen Filme ganze Bücher. Und bringen so wichtige Informationen auf leichte, schnell erfassbare und auch emotionale Weise nahe. Um auf diesem Gebiet bei Unternehmern für mehr Durchblick zu sorgen, haben der Arbeitgeberverband, die Wirtschaftsförderung des Landkreises und die Süderelbe AG zur Veranstaltung „Licht aus – Spot an! Mit Videos Fachkräfte und Kunden gewinnen“ ins Lindemann-Erlebnishaus nach Stade geladen. Mit 50 Teilnehmern war die Veranstaltung ausgebucht, zeigte sich Thomas Falk vom Arbeitgeberverband „hochzufrieden“.

Die Botschaft war klar und einleuchtend. Wer Menschen erreichen will, muss dort mitmischen, wo sie zu finden sind. Und das sind immer öfter Social Media Kanäle, in denen sich die Nutzer gern mit Filmen und Filmchen beschäftigen. Die Anwesenden schätzten gut informiert den Anteil von Videos am weltweiten Datenverkehr: Er liegt bei 75 Prozent, so Dr. Jöran Wrana von der Süderelbe AG zur Auflösung seiner Rätselfrage.

Film-Formate unter die Lupe genommen

Wrana gab in seinem Impulsvortrag einen Überblick über die Film-Formate, die für Firmen in Betracht kommen. Genauer nahmen die Teilnehmer die Möglichkeiten in kleineren Gruppen unter die Lupe. Dort ließen sich die Unternehmer an drei Stationen die unterschiedlichen Videokonzepte erklären. Julia Struve von der Lindemann-Gruppe und Jöran Wrana präsentierten mit den Selfmade-Videos eine einfache und effektive Form von Videobotschaften, wie sie für Facebook und Instagram geeignet sind. Manu, der Busfahrer der KVG, und Industriekauffrau Amaria von Lindemann beschrieben in kurzen Beiträgen, warum ihr Beruf und ihre Firma top sind.

Was Imagefilme können, wurde deutlich, als Susanne Bardenhagen von Scholz Raumgestaltung und Nicol Stöcken von Tageblatt-TV einen Einblick in die professionellen Standards und die Ergebnisse dieser Arbeit gaben. Bei Scholz läuft der Film auf der Videoleinwand und werde „außerordentlich positiv“ wahrgenommen, sagte Susanne Bardenhagen zum Feedback.

Neue Wege der Darstellung beschreiten

Wenn nicht die einzelne Firma im Mittelpunkt stehen soll, sondern ein Beruf oder ein Handwerk, seien Berufsgruppen-Videos das richtige Mittel, erläuterten Christof Starke und Sven Römer von der Wirtschaftsförderung des Landkreises. Der Vorteil, wenn sich mehrere Firmen zusammenschließen: Es wird günstiger. Dann sind Firmen schon ab 500 Euro dabei.

Wie wichtig es ist, neue Wege der Darstellung und der Selbstdarstellung zu beschreiten, machte Friedrich Witt von Lindemann bei der Begrüßung der Seminarteilnehmer im Haus deutlich. Mittlerweile sei es schon so, dass sich die Firma um den Mitarbeiter bewerbe und nicht umgekehrt. Und angesichts des Fachkräftemangels werde es noch viel schwieriger, berichtete der Geschäftsführer aus der Praxis.

 

Stabwechsel beim Arbeitgeberverband - Bernhard Borgardt übergibt Vorsitz an Dr. Michael Schröder

 

Nach 33 Jahren im Amt kandidierte der Bremervörder Unternehmer Bernhard Borgardt nicht wieder für den Vorsitz des Arbeitgeberverbandes Stade Elbe-Weser-Dreieck e. V. „Nun sollen jüngere Kräfte das Amt übernehmen“, begründete Borgardt seinen Schritt in der Mitgliederversammlung des Verbandes in den Räumen der Volksbank in Bremervörde am 26. März 2019. In seiner Laudatio hob der stellvertretende Vorsitzende Andreas Köhnen das jahrzehntelange erfolgreiche unternehmerische und soziale Wirken des Bremervörders hervor, der seit 2003 die Ostedruck Gruppe zu einem der führenden mittelständischen deutschen Hersteller von Druckerzeugnissen ausgebaut habe. Als Vorsitzender des Verbandes sei Herr Borgardt stets konsequent für die Interessen der überwiegend mittelständischen Mitgliedsunternehmen eingetreten und gegenüber politischen Entscheidungsträgern für Bürokratieabbau und Schutz der Wirtschaft vor Überlastung eingetreten. Der Verband habe sich unter seinem Vorsitz kontinuierlich weiter entwickelt und die Zahl seiner Mitgliedsunternehmen von 325 auf 380 gesteigert. Die Verwirklichung der Grundsätze der sozialen Marktwirtschaft war, wie der Redner betonte, Herrn Borgardt ein besonderes Anliegen. Erteilung zusätzlichen ausbildungsbegleitenden Unterrichtes für Auszubildende der Mitgliedsunternehmen sei ebenso auf seine Initiative zurückzuführen wie die aktive Beteiligung des Verbandes bei der gesellschaftlichen Aufgabe der Integration von Flüchtlingen in die deutsche Gesellschaft durch Förderung von Sprachkursen. Das Engagement von Herrn Borgardt für unternehmerische Belange und sein Einsatz im sozialen Bereich war folgerichtig Anlass für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Jahre 2011.

Die Mitgliederversammlung ehrte Herrn  Borgardt durch einstimmige Wahl zum Ehrenvorsitzenden. Die Nachfolge tritt Herr Michael Schröder, Geschäftsführer des Familienunternehmens D. Schröder KG aus Bremervörde an. Der 45 jährige Bauunternehmer würdigte die Leistungen seines Vorgängers und kündigte an, die Ausrichtung des Verbandes als Dienstleister seiner Mitgliedsunternehmen und deren Interessenvertreter fortzusetzen.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung sprach der Direktor des Institutes der deutschen Wirtschaft Köln, Prof. Dr. Michael Hüther, vor zahlreich geladenen Gästen zum Thema „Perspektive 2030: Regionale Herausforderungen im Mahlwerk globaler Umbrüche“ und zeigte den Einfluss internationaler Entwicklungen wachsenden Protektionismusses der USA und des bevorstehenden ungeordneten Brexit’s auf die norddeutsche Wirtschaft auf.

EUGH: Arbeitgeber muss Arbeitnehmer auf das Recht, Erholungsurlaub in Anspruch zu nehmen, hinweisen. Der europäische Gerichtshof offenbart gänzlich praxisferne Vorstellungen vom Arbeitsleben in Deutschland.

Nach deutschem Urlaubsrecht muss ein Arbeitnehmer bereits im laufenden Kalenderjahr die Gewährung von Urlaub bei seinem Arbeitgeber beantragen. Sofern keine abweichenden Regelungen oder Handhabungen im Betrieb bestehen, verfällt ein Urlaub, der nicht durch den Arbeitnehmer beantragt wurde, bereits zum Ende des laufenden Kalenderjahres. Eine Übertragung in das nächste Jahr findet nur in Ausnahmefällen statt.

Diese Rechtslage hält der Europäische Gerichtshof mit seinem Urteil vom 6. November 2018 für unvereinbar mit dem Recht der Europäischen Union.

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Adresse

Arbeitgeberverband Stade Elbe‑Weser‑Dreieck e. V.
Poststraße 1
21682 Stade
Tel.: 04141 4101-0
Fax: 04141 4101-20
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